Automatische Defilbrillatoren

Automatische Defibrillatoren (AICD) - ein kleines Gerät gegen schwere Herzrhythmusstörungen

Was kann der Defibrillator?

Bei den ICD handelt es sich um elektronische Geräte, die in der Lage sind, schwere Herzrhythmusstörungen sofort zu erkennen und diese entweder durch die Abgabe mehrerer elektrischer Impulse oder die Abgabe eines elektrischen Schocks zu beenden. Unbehandelt können diese Herzrhythmusstörungen zu einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand führen. Trotz des heutigen Rettungssystems ist die Wahrscheinlichkeit, diese Situation zu überleben, mit 20 bis 25 % sehr gering.

Mit Beginn dieses Jahres wurde das Leistungsspektrum des Augusta-Krankenhauses um eine wesentliche Innovation erweitert. 

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren schon vereinzelt Patienten mit einem implantierbaren Kardioverter/Defibrillator System (Internal Cardio-Defibrillator, ICD) versorgt wurden, haben wir diesen Eingriff im Januar 2005 fest in unser Programm aufgenommen.

Indikationsstellung? Es stellt eine besondere Herausforderung dar, die Patienten, die von diesem „plötzlichen Herztod“ bedroht sind, zu identifizieren und mit einem ICD zu versorgen. Die Indikationsstellung für die Implantation von ICD und die Nachsorge der Systeme sind langjährige Praxis in unserer Klinik für Kardiologie, konservative Intensivmedizin und Rhythmologie.

Durch die zunehmende Miniaturisierung und eine verbesserte Elektrodentechnik ist die Implantation eines ICD heutzutage keine komplizierte Operation mehr. Die Geräte wiegen weniger als 90 Gramm und sind nur noch gut einen Zentimeter dick. Ähnlich wie bei der Implantation eines Herzschrittmachers wird ein ICD unter einen Brustmuskel oder unter die Haut eingesetzt. Eine oder zwei Elektroden werden durch eine Vene zum Herz vorgeschoben. Da die Vene direkt unter dem Brustmuskel liegt, ist kein direkter Eingriff am Herzen erforderlich. Noch während der Operation wird überprüft und dokumentiert, dass der implantierte Defibrillator ein Kammerflimmern zuverlässig erkennt und beseitigt. Über ein spezielles Programmiergerät kann das System dann individuell auf den Patienten und die zugrunde liegende Herzerkrankung eingestellt werden. Der Datenaustausch wird kabellos mittels Telemetrie durchgeführt. Dazu wird ein Programmierkopf über das Aggregat auf die Haut des Patienten gelegt. Innerhalb von Sekunden erfolgt der Datenaustausch zwischen dem ICD und dem Programmiergerät.

Die weitere Nachsorge findet alle drei bis vier Monate auf die gleiche Weise statt und ist für den Patienten völlig schmerzlos. Es werden gespeicherte Daten und Ereignisse abgefragt, der Batteriestatus wird überprüft und die Programmierung den aktuellen Erfordernissen angepasst. Der Patient soll ein ganz normales Leben führen und seine Erkrankung zwischen den Kontrollterminen „vergessen“ dürfen.