Lungenfunktionsuntersuchungen einschließlich Spiroergometrie, Schlaf-Apnoediagnostik

Die Funktion der Lunge besteht im so genannten Gasaustausch, der Aufnahme von Sauerstoff in den Körper und Abgabe von Kohlendioxid aus dem Körper. Die üblichen als Lungenfunktion benannten Untersuchungsverfahren befassen sich weniger mit dem Gasaustausch als mit der Durchgängigkeit des bronchialen Systems. In diesem System finden sich die häufigsten Störungen. Asthma bronchiale und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen betreffen primär die Bronchien. Nur in Spezialfällen werden die Blutgase überprüft, so z. B. bei künstlich beatmeten Patienten. Die am häufigsten durchgeführte Lungenfunktionsmessung ist die Spirometrie. Hierbei wird mit einem Flusssensor der Luftstrom beim Atmen gemessen. Neben der Ruheatmung wird bei der Spirometrie eine maximale Aus- und Einatmung gefordert. Da hierbei ständig die Strömung gemessen wird, lassen sich neben den Strömungswerten wie Peak Flow und verschiedenen exspiratorischen Atemstromstärken auch Lungenvolumina wie Vitalkapazität, exspiratorisches Reservevolumen und Ruheatemzugvolumen bestimmen. Eine sehr beliebte Messgröße ist die Einsekundenkapazität (FEV1). Besonders bei chronischen Lungenleiden hat die FEV1 als Verlaufsparameter eine große Bedeutung. Messwerte für die Einatmung haben dagegen nur untergeordnete Bedeutung. Die Messung ist stark von der optimalen Mitarbeit abhängig. Falls Menschen nicht mitarbeiten wollen oder können, kann die Spirometrie nicht durchgeführt werden.

Spiroergometrie

Unter Spiroergometrie bzw. Ergospirometrie versteht man die Messung von Atemgasen während körperlicher Belastung. Die Spiroergometrie wird im Wesentlichen unter drei verschiedenen Zielsetzungen angewendet:

1. Beurteilbarkeit der Ausdauer und Leistungsfähigkeit.
2. Messung des Energiestoffwechsels während körperlicher Belastung.
3. Untersuchung der Leistungsfähigkeit des kardio-pulmonalen Systems.

Durch einen Vergleich mit Normwerten können aus den Ergebnissen der Spiroergometrie Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit des kardio-pulmonalen Systems der Testperson gezogen werden. Liegt eine krankhaft reduzierte Leistungsfähigkeit vor, können weiterhin Hinweise darauf gesucht werden, ob die Limitation kardialen, pulmonalen oder kardial-pulmonalen Ursprungs ist.