Besser leben mit einer Herzerkrankung: Wirkungsvolle Strategien zur Vor- und Nachsorge

Spezielle kardiologische Notfalldiagnostik: das Herzinfarktnetzwerk Düsseldorf

Der VKKD stellt eine optimale Notfallversorgung im Bedarfsfall in der Region Düsseldorf sicher. Das bedeutet, im Notfall wird eine schnellstmögliche Versorgung durch mehrere Komponenten sofort aktiviert. Vor Ort muss der Rettungsdienst, respektive der Notarzt der Feuerwehr, umgehend informiert werden. Dieser ist innerhalb von 10-15 Minuten vor Ort.

24-Stunden-Bereitschaft im Augusta-Krankenhaus

Zu Ihrem persönlichen Schutz kann im Notfall das Augusta-Krankenhaus bzw. der VKKD zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Zeitverzug eingeschaltet werden. In der Kardiologie ist für die Akutversorgung eines Patienten mit Herzinfarkt eine 24-Stunden-Bereitschaft eingerichtet, die jederzeit sofort erreichbar ist. Hier genügt ein Telefonat seitens des Notarztes und das ärztliche Team steht im Augusta-Krankenhaus zur notfallmäßigen Behandlung zur Verfügung.

Der Transport in die Klinik erfolgt über den diensthabenden Notarzt der Feuerwehr, den wir unsererseits über die Weiterversorgung im Augusta-Krankenhaus per Funk informieren. Diese Versorgungskette ist eingespielt und zuverlässig. Die intrahospitalen personellen und logistischen Prozesse für die rasche Diagnostik und Therapie sind durch die tägliche Notfallsituation gut organisiert.

Individuelle Vorsorgeuntersuchungen zur Prävention von Herz-Kreislauf-, Nierenerkrankungen und Diabetes mellitus

Ziel der Gesundheitsvorsorgeuntersuchung ist es, atherosklerotische Gefäßerkrankungen (Gefäßverkalkungen) im Allgemeinen und die koronare Herzerkrankung (Gefäßverkalkung der Herzkranzgefäße) im Besonderen frühzeitig in ihrer Entstehungsphase zu diagnostizieren und zu behandeln. Der Begriff „Primärprävention“ wird als Verhinderung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Komplikationen (Herzinfarkt, Schlaganfall) oder Verhinderung des Entstehens der Atherosklerose gebraucht. Entsprechend wird der Begriff „Sekundärprävention“ als das Ausschalten oder die Verminderung von Risikofaktoren bei dokumentierter Atherosklerose verwendet. Die Übergänge zwischen Primär- und Sekundärprävention sind fließend. Dennoch haben Personen mit dokumentierter Gefäßerkrankung ein mehrfach höheres Risiko für das Auftreten von kardiovaskulären Ereignissen (Angina pectoris, Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine, Nierenarterienverengungen). Frühformen der Atherosklerose lassen sich mittels hochauflösender Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) angiografisch ohne wesentliche Belastung für den Patienten präzise und schnell diagnostizieren. Bei Patienten mit Gefäßverkalkung muss in jeder Hinsicht versucht werden, eine optimale Einstellung aller Risikofaktoren mit niedrigen Zielwerten für Blutdruck und Blutfettwerte zu erreichen.

In der Primärprävention ist dahingegen vor dem Einsatz einer medikamentösen Therapie eine Risikostratifikation mit Abschätzung des zu erwartenden Behandlungserfolges sinnvoll. Hier werden häufig zunächst nicht medikamentöse Therapieverfahren eingesetzt. Zielgruppen der Präventionsuntersuchungen sind alle Patienten ab dem 40. Lebensjahr, insbesondere solche mit bekannten Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Risikofaktoren, die das Auftreten einer Gefäßerkrankung begünstigen sind: Nikotinkonsum, erhöhte Blutdruckwerte, hohe Werte für Cholesterin/Triglyceride, Übergewicht, fehlende körperliche Belastung, Stress, Diabetes mellitus in der Familie oder selbst betroffen, eine familiäre Belastung eines Herzinfarktes.

Ambulante Gesundheitsvorsorge

Die Inhalte der Untersuchung werden den Leitlinien der Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen angepasst. Eine so durchgeführte Prävention ist sinnvoll für den Patienten, d. h. es entstehen langfristig gesundheitliche Vorteile. Das im Einzelnen angebotene Untersuchungsprogramm ist tabellarisch aufgeführt. Es ist fachübergreifend und konzentriert sich auf die Prävention und Früherkennung von Herz- und Kreislauferkrankungen, aber auch auf ein mögliches Lungenleiden, auf Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes oder des Stoffwechsels sowie bösartige Erkrankungen. Insofern liegt Ihnen ein interdisziplinär durchführbares Gesundheitsvorsorgeprogramm vor, das individuell je nach gesundheitlichem Problem genutzt werden kann. Der Zeitaufwand für die geplanten Untersuchungen beträgt ca. vier Stunden und kann vor- oder nachmittags an Werktagen vorgenommen werden. Die Anmeldung erfolgt über das Sekretariat der Kardiologie des Augusta- Krankenhauses Telefon (02 11) 90 43-201. Das für einen reibungslosen Ablauf der Untersuchungen notwendige Patientenmanagement wird für Sie vorbereitet sein. Die meisten Ergebnisse der Untersuchungen werden Ihnen sofort am gleichen Tag mitgeteilt werden können. Für eine ausführliche Erörterung und Besprechung der Therapiemaßnahmen wird ein zweiter ambulanter Termin mit Ihnen vereinbart.

Weitere Informationen zum Thema:

Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen im Augusta-Krankenhaus [PDF]

Übersichtstabelle [PDF]

Ambulante Herzsportgruppen in Düsseldorf

Seit 28 Jahren ist das Augusta-Krankenhaus einer der Hauptmotoren für die Herzgruppen-Bewegung in Düsseldorf und Ratingen. Herzgruppen haben sich nicht nur als ein Instrument der Nachsorge nach vorangegangener Anschlussheilbehandlung nach Herzinfarkt, Herzoperation oder gelegentlich auch Ballondilatationen (Erweiterung von Gefäßengstellungen mittels eines Ballons) bewährt, sondern auch als Partner niedergelassener Ärzte in der Sekundärprävention chronischer Herzerkrankungen.

Weitere Informationen zum Thema Herzsportgruppen - VGS Verein für Gesundheitssport

Präventivschulungen zum Thema Bluthochdruck

Nutzen Sie unser spezielles Schulungsprogramm zum Thema Bluthochdruck (Hypertonie). Dieses strukturierte Hypertonie-Schulungsprogramm dient dazu, Ihnen wichtige Informationen zum Thema Bluthochdruck zu vermitteln. Darüber hinaus führen wir im Rahmen unseres Bluthochdruck-Stammtisches alle zwei Monate Informationsveranstaltungen zum Thema Bluthochdruck durch.

Bluthochdruck ist international definiert als eine Erhöhung des Blutdrucks über 140/90 mmHg. Bei 90 % der Betroffenen findet sich keine Ursache für die erhöhten Blutdruckwerte. Man spricht von einer primären oder essentiellen Hypertonie. Bei den übrigen 10 % ist die Hypertonie eine Folge von bestimmten Grunderkrankungen oder Medikamenten (sekundäre Hypertonie). Die Hypertonie verläuft meist jahre- bis jahrzehntelang beschwerdefrei. Mit zunehmender Erkrankungsdauer kommt es allerdings zu Schäden an Herz und Gefäßen, Gehirn und Nieren. 

Diese Schädigungen verursachen ihrerseits Schäden und können zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Die Diagnose ist durch die Blutdruckmessung nach Riva-Rocci und ergänzenden Untersuchungen einfach und recht unkompliziert. Bluthochdruck muss frühzeitig therapiert werden, da mit Fortschreiten der Erkrankung Organschäden oder sogar Tod die Folge sein können. Die Hypertonietherapie ist individuell und sehr vielfältig. Sie stützt sich im Wesentlichen auf allgemeine Maßnahmen und auf Medikamente, die den Blutdruck senken. Jede Senkung des Blutdrucks auf normale Werte bringt einen Gewinn an Lebensqualität und Lebensjahren.

Telemedizin

Herzrhythmusüberwachung auch zu Hause möglich

Die Telemedizin dient zur Herzrhythmusüberwachung. Bei nur sehr selten auftretenden unklaren Symptomen, die auf bislang unerkannte Herzrhythmusstörungen hinweisen, können Sie als Patient mit Hilfe eines so genannten Event-Recorders ambulant mehrfach selbst ein EKG aufzeichnen, wenn Sie diese Symptome verspüren. Nach Anlage von wenigen Elektroden auf der Körperoberfläche analog einem Langzeit-EKG speichert der Recorder das EKG über einige Minuten, so dass es zu einem späteren Zeitpunkt ausgewertet werden kann. Darüber hinaus steht eine Telemedizin zur Verfügung, um auch zu Hause EKG dokumentieren und sofort per Telefon auswerten zu lassen.

Weitere Informationen: Unsere Leistungszahlen

Invasive kardiologische Diagnostik und Therapieverfahren

Koronarangiografie

  • 3.306 (2013)
  • 3.106 (2012)
  • 3.210 (2011)

Ballon- und Stentimplantationen (PTCAs)

  • 1.320 (2013)
  • 1.271 (2012)
  • 1.355 (2011)

Rotablation (Bohrer)

  • 60 (2013)
  • 60 (2012)
  • 34 (2011)

CTO (Wiedereröffnung chronischer Gefäßverschlüsse)

  • 83 (2013)
  • 74 (2012)
  • 89 (2011)

Intravaskulärer Ultraschall

  • 95 (2013)
  • 100 (2012)
  • 96 (2011)

Notfall PTCA beim akuten Herzinfarkt

  • 389 (2013)
  • 340 (2012)
  • 308 (2011)

Thrombusaspiration

  • 168 (2013)
  • 138 (2012)
  • 127 (2011)

Transradiale Untersuchungen

  • 689 (2013)
  • 744 (2012)
  • 904 (2011)

Seit 2013 werden fast ausschließlich beschichtete Stents (DES) verwendet:

  • 1.872 (2013)
  • 1.506 (2012)
  • 1.423 (2011)

Elektrophysiologische Diagnostik und Elektrotherapie

Elektrophysiologische Untersuchungen

  • 268 (2013)
  • 340 (2012)
  • 308 (2011)

Katheterablationen

  • 286 (2013)
  • 218 (2012)
  • 189 (2011)

Nicht-invasive Diagnostik

  • 1.960 - Ruhe-EKGs
  •    914 - Lungenfunktionsuntersuchungen
  • 1.274 - Belastungs-EKGs
  • 2.230 - Langzeit-EKGs
  • 1.310 - Langzeit-Blutdruck-Monitoring
  • 3.505 - Echokardiografische Untersuchungen
  • 1.091 - Carotis Duplex-Untersuchungen
  • 1.336 - Abdomen-Sonografien
  •    642 - Transösophageale Echokardiografien
20082007 
2.3951.960Ruhe EKGs
1.090914Lungenfunktionsuntersuchungen
1.4711.274Belastungs-EKGs
2.4222.230Langzeit EKGs
1.5661.310Langzeit Blutdruck-Monitoring
3.5953.505Echokardiographische Untersuchungen
1.1481.091Carotis Duplex-Untersuchungen
4371.336Abdomen-Sonographie
802642Transösophageale

 

Implantationen

Schrittmacher-Implantation

  • 290 (2013)
  • 261 (2012)
  • 241 (2011)

ICD-Implantationen

  • 68 (2013)
  • 40 (2012)
  • 37 (2011)

Schnittbilddiagnostik: MRT und CT des Herzens

  • 390 - Kardio-MRT (2007)
  • 200 - Computertomografien des Herzens und der Koronarien (2007)

Notfälle

  • 519 (2013)
  • 474  (2012)
  • 415 (2011)