Narkoseverfahren und Anästhesie-Management

Ein gut abgestimmtes Anästhesie-Management ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Therapiedauer entscheidend zu verkürzen.

Das Narkoseverfahren besteht aus der Kombination einer Regionalanästhesie mit einem Vollnarkoseverfahren. So kann die Belastung durch die Vollnarkose für den Patienten auf ein Minimum zurückgefahren werden. Als regionalanästhetisches Verfahren wird dafür die „thorakale Periduralanästhesie“ verwendet.

Die Medikamente zur Durchführung der Vollnarkose sind dabei vom Organismus schnell abbaubare Substanzen, so dass die Aufwachphase nach der Operation entscheidend verkürzt wird. Die Gesamtmenge der Narkosemittel wird durch die gleichzeitige Anwendung der beiden Anästhesieverfahren erheblich verringert und die Nebenwirkungen der Narkose (z. B. Übelkeit, Benommenheit) stark vermindert.

Während der Operation werden Blutproben kontrolliert, damit beispielsweise Veränderungen der Elektrolyte sofort ausgeglichen werden können. Wichtig ist ebenfalls das Verhindern der Auskühlung des Patienten. Durch spezielle Warmluftdecken wird die Körpertemperatur konstant gehalten, da die Wiederaufwärmung nach der Operation einen erheblichen Sauerstoffmehrbedarf verursacht. Dieser Sauerstoffmehrbedarf könnte unter Umständen eine künstliche Nachbeatmung erforderlich machen.

Die Periduralanästhesie ermöglicht auch nach der Operation eine gute Schmerzbefreiung des Patienten und somit eine erhebliche Senkung der Stressantwort des Körpers. Bestimmte pathologische Reflexe des Organismus, wie die postoperative Darmlähmung nach einer Darmresektion, werden durch diese Maßnahmen entscheidend verkürzt.

Die Mobilisation des Patienten soll noch am Tag der Operation erfolgen. Am Abend nach der OP darf der Patient bereits wieder trinken und kleinere Mengen Nahrung zu sich nehmen. Nach drei Tagen werden der Periduralkatheter entfernt und die Infusionen abgesetzt, so dass der Patient seine volle Bewegungsfreiheit wiedererlangt. Sofern keine weiteren postoperativen Probleme bestehen, steht einer Entlassung nach sechs Tagen nichts mehr im Weg. Fasttrack bedeutet also nicht „gehetzte Operation“, sondern eine schnelle Wiederherstellung des Gesundheitszustandes des Patienten.