Operationsverfahren

Die Wahl der Operationsverfahren hängt sowohl von der Erkrankung sowie auch der morphologischen Veränderungen, die wir insbesondere in der Schilddrüsensonographie gut einschätzen können, ab. Bei beidseitiger Knotenbildung sind die Standardverfahren die Thyreoidektomie oder auch die Dunhill-Operation mit Belassen eines knotenfreien Restes und einem entsprechenden funktionsadaptierten Verfahren.

Bei einseitiger Knotenbildung wird nur ein Schilddrüsenlappen entfernt (Hemithyreoidektomie). Bei günstiger Lage eines einzelnen Schilddrüsenknotens kann in Ausnahmefällen eine Enukleation durchgeführt werden. Bei einer nur gering vergrößerten Schilddrüse oder bei Enukleationen kommen minimalinvasive Eingriffe (MIVAT) zum Tragen.

Insbesondere bei gutartigen Knoten kann in geeigneten Fällen im Anschluss an eine histologische Sicherung, z.B. durch Feinnadelpunktion eine minimalinvasive Radiofrequenzablation des Knotens von uns durchgeführt werden.

Bei der operativen Therapie von Nebenschilddrüsenadenomen (primärer Hyperparathyreoidismus) wird nach entsprechender Lokalisationsdiagnostik mit Ultraschall, Szintigraphie und ggf. Schnittbildgebung (MRT) durch ein minimal access-Zugang oder auch über eine MIVAT die Nebenschilddrüse entfernt. Die Therapie eines sekundären Hyperparathyreiodismus mit einer beidseitigen Operationsindikation wird ebenfalls über eine MIVAT oder einen konventionellen Zugang operiert.

Das Operationsverfahren wird entsprechend der vorliegenden Befunde mit dem Patienten jeweils individuell besprochen. Die Operationsverfahren werden unter Neuromonitoring des N. vagus und N. laryngeus recurrens sowie der Nutzung einer Lupenbrille durchgeführt.