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Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

Ihr Wohlergehen ist unser höchstes Gut! Doch es gibt Lebenssituationen, in denen die Erhaltung dieses Wohlergehens eine Herausforderung für Sie darstellt. In einer solch oft schwierigen Lebenssituation sind wir mit einem interprofessionellen Team von Ärzten und Physiotherapeuten für Sie da. 
In der Physiotherapie des Augusta-Krankenhauses erwartet Sie ein kompetentes Team, welches seinen Erfahrungsschatz in den Dienst des Patienten stellt. 
Die enge Zusammenarbeit der hauseigenen Physiotherapeuten mit einem interdisziplinären Ärzteteam bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen Prävention, Therapie und Rehabilitation. 
Eine umfassende Beratung, abgestimmt auf Ihre Lebensumstände, ebenso wie eine persönliche Betreuung zählen zu unseren Leitsätzen, sodass wir gemeinsam die natürlichen Heilungsvorgänge optimieren können, um Ihnen das Höchstmaß an Verbesserung Ihrer Lebensqualität zu ermöglichen. 
Sprechen Sie uns gern auf unsere Physiotherapie-Angebote im Rahmen des stationären Aufenthaltes an, sodass wir für Sie und mit Ihnen einen individuell auf Sie zugeschnittenen Therapieplan erstellen können.  

Hier auf dieser Website stellen wir Ihnen nun einige Übungen vor, welche Sie selbst zu Hause zur Vorbereitung vor einer Thoraxoperation durchführen können und welche auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus eine effektive Rehabilitationsmaßnahme für Sie darstellen. 

Bei uns sind Sie in den besten Händen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. med. Matthias Schauer 
Chefarzt

Bauchatmung und Atemwahrnehmung

Setzten Sie sich für diese Übung aufrecht auf einen für Sie bequemen Stuhl und legen sie Ihre Hände auf Ihren Unterbauch. Atmen Sie nun tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus.

Füllen Sie eine Wasserflasche mit einem Strohhalm bis zur Hälfte mit Wasser. Umschließen Sie den Strohhalm mit Ihren Lippen. Atmen Sie nun tief durch die Nase ein und atmen im Anschluss durch den Strohalm möglichst lange, gleichmäßig und langsam in die Flasche wieder aus. 

Lippenbremse

Mit der Lippenbremse eröffnen sich die Atemwege und die Übung ermöglicht ein längeres Ausatmen. Die Lippenbremse hilft Sekret zu lösen, tiefe Lungenbereiche zu belüften und die Atemmuskulatur zu kräftigen.

Atmen Sie tief durch die Nase bei geschlossenen Lippen ein. 

Atmen Sie nun gegen die sanft geschlossenen Lippen aus, sodass sich Ihre Wangen leicht aufblähen.

Öffnen Sie nun die Lippen einen kleinen Spalt und atmen Sie langsam die gesamte Luft aus.

Kutschersitz beim Auftreten von Atemnot

Setzen Sie sich auf einen für Sie bequemen Stuhl, sodass Sie nicht die Rückenlehne berühren und stellen Sie die Beine Dabei gegrätscht auseinander. Stützen Sie nun Ihre Unterarme mit den Ellbogen auf Ihren Knien oder Ihren Oberschenkeln ab.  Der Rücken wird dabei grade gehalten. Atmen Sie nun tief und ruhig durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. 

Unterstützende Geräte

Der Atemtrainer MEDIFLO duo 

Der Atemtrainer MEDIFLO duo ist ein wichtiges Trainigsinstrument zur Verbesserung der Ein- und Ausatmung vor und nach Lungenoperationen. Bei Kurzatmigkeit und bei verminderter Sauerstoffzufuhr kann der Atemtrainer MEDIFLO duo von Ihnen nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten eingesetzt werden. Die Expirationstechnik und Inspirationstechnik sind die beiden Übungen, die Ihnen mit dem Atemtrainer zur Verfügung stehen.  I. Die Expirationstechnik Halten Sie hierzu bei aufrechtem Sitz den Atemtrainer MEDIFLO duo in einer Hand, die andere Hand hält das Mundstück. Atmen Sie nun tief ein, setzten Sie das Mundstück an und umschließen es mit Ihren Lippen. Atmen Sie nun in das Mundstück aus und halten Sie den Ball so lange es Ihnen möglich ist in der Schwebe.  Die Übung wird mehrfach täglich 5 Minuten lang durchgeführt. II. Die Inspirationstechnik Auch zum üben der Inspirationstechnik halten Sie den Atemtrainer MEDIFLO duo bei aufrechtem Sitz in der einen Hand, das Mundstück halten Sie in der anderen Hand.  Setzen Sie nun das Mundstück an und umschließen Sie es mit Ihren Lippen, bevor Sie tief durch das Mundstück einatmen. Der Ball sollte während der Einatmung 3-5 Sekunden lang schweben. Nehmen Sie nun das Mundstück aus dem Mund und atmen Sie locker und entspannt wieder aus.  Pro Stunde wird eine Trainingseinheit von 10 Atemzügen in der oben beschriebenen Art und Weise empfohlen.

Das Atemphysiotherapiegerät VRP1 Flutter

Der Atemtrainer VRP1 Flutter ist ein Atemtherapiegerät bei festsitzendem Bronchialschleim, verringert die Atemnot, verbessert den Gasaustausch und reduziert die Gefahr von Infektionen.  In dem Flutter Befindet sich eine Kugel. Durch das Ausatmen gegen diese Kugel entstehen Druckschwankungen, welche die Atemluft in Schwingung versetzen, durch welche das Bronchialsystem der Lunge in Schwingung gerät. Der Schleim in der Lunge lockert sich und kann leichter abgehustet werden. Anwendung: I. Zur Anwendung des Flutter setzen Sie sich aufrecht hin und lassen Sie die Schultern locker und entspannt hängen. II. Atmen Sie nun tief ein und nehmen Sie dann das Mundstück waagerecht in den Mund. Umschließen Sie das Mundstück mit Ihren Lippen.  III. Halten Sie nun die Luft für drei Sekunden an.  IV. Atmen Sie nun schnell und intensiver als normal in das Mundstück aus.  V. Atmen Sie nun wieder ganz entspannt ein. Der Flutter bleibt während der Einatmung die ganze Zeit von Ihren Lippen umschlossen.  VI. Wiederholen Sie die Schritte I. - V. zehn mal hintereinander.  Die waagerechte Stellung des Flutters ist immer die Ausgangsstellung und steht für eine mittlere Anstrengung durch den Benutzer bei der Anwendung. Neigen Sie den Flutter nach oben, so müssen Sie mehr Kraft für die Ausatmung aufbringen. Neigen sie ihn nach unten, so müssen Sie weniger Kraft für die Ausatmung aufbringen.