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Gefäßchirurgie und endovaskuläre Therapie

Augusta-Krankenhaus Düsseldorf

Gefäßerkrankungen: Ein häufig unterschätztes Risiko


Gefäßerkrankungen gehören zu den häufigsten und zugleich gefährlichsten Erkrankungen in Deutschland. Sie betreffen sowohl Arterien als auch Venen und können verschiedene Organsysteme wie Beine, Herz, Gehirn und Nieren beeinträchtigen. Typische Krankheitsbilder sind Durchblutungsstörungen, Gefäßverschlüsse und Venenerkrankungen. Obwohl sie häufig lange symptomarm verlaufen, können sie unbehandelt zu schwerwiegenden Komplikationen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, chronischen Wunden, Amputationen oder einer Lungenembolie führen. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung sind daher entscheidend.

Dem gegenüber stehen Gefäßerweiterungen, sogenannte Aneurysmen. Dabei handelt es sich um krankhafte Aussackungen der Gefäßwand, die meist schleichend entstehen und über lange Zeit keine Beschwerden verursachen. Ab einem bestimmten Durchmesser steigt das Risiko einer Ruptur deutlich an – dies stellt einen akuten, meist lebensbedrohlichen Notfall dar. Da Aneurysmen häufig unbemerkt bleiben, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Kontrollen bei Gefäßspezialisten von großer Bedeutung.

Warum Gefäßerkrankungen heute zunehmen

„Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße“ - Der wichtigste Treiber ist die alternde Bevölkerung: Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit von Arteriosklerose, pAVK, Aneurysmen sowie venösen Erkrankungen deutlich an. Gleichzeitig führen moderne Lebensgewohnheiten wie Bewegungsmangel, sitzende Tätigkeiten und ungesunde Ernährung zu einer Zunahme klassischer Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen.

Hinzu kommt, dass trotz besserer Medizin viele dieser Risikofaktoren weiterhin häufig unzureichend behandelt oder spät erkannt werden. Auch das Rauchen – weiterhin einer der stärksten Einflussfaktoren für Gefäßerkrankungen – trägt wesentlich zur Krankheitslast bei. Paradoxerweise verbessert zwar die medizinische Versorgung die Überlebenschancen, führt aber gleichzeitig dazu, dass mehr Menschen länger mit chronischen Gefäßerkrankungen leben.

Häufig behandelte Gefäßerkrankungen:

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist eine chronische Durchblutungsstörung der Extremitäten, die überwiegend durch arteriosklerotische Gefäßverengungen entsteht. Am häufigsten sind die Beinarterien betroffen, was zu einer verminderten Sauerstoffversorgung der Muskulatur führt. Klinisch zeigt sich dies zunächst als belastungsabhängiger Schmerz beim Gehen (Claudicatio intermittens), später können Ruheschmerzen, nicht heilende Wunden und im Endstadium Gewebsuntergänge auftreten. Die pAVK ist zudem ein Ausdruck einer systemischen Gefäßerkrankung und geht häufig mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einher. Die Therapie umfasst konsequente Risikofaktorkontrolle, Gehtraining sowie medikamentöse, endovaskuläre oder operative Revaskularisationsverfahren.

Die Carotisstenose entsteht durch atherosklerotische Ablagerungen in der Halsschlagader und stellt eine der wichtigsten Ursachen für ischämische Schlaganfälle dar. Viele Patienten bleiben lange asymptomatisch, bis es zu transitorischen ischämischen Attacken oder einem manifesten Schlaganfall kommt. Typische Warnsymptome können kurzzeitige Sehstörungen, Sprachstörungen oder halbseitige Lähmungen sein. Die Behandlung richtet sich nach dem Stenosegrad und dem symptomatischen Status und reicht von der optimierten medikamentösen Therapie bis hin zur operativen Thrombendarteriektomie oder endovaskulären Stentimplantation zur Schlaganfallprävention.

Aneurysmen sind lokal begrenzte Erweiterungen großer Arterien, am häufigsten der Aorta abdominalis oder thorakalis. Sie entstehen durch eine Schwächung der Gefäßwand und entwickeln sich meist schleichend über Jahre ohne Beschwerden. Die größte Gefahr besteht in der Ruptur, die mit einer hohen Mortalität einhergeht und ein akutes Notfallgeschehen darstellt. Das Risiko steigt mit zunehmendem Durchmesser und Wachstumsgeschwindigkeit. Die Therapie reicht von der regelmäßigen bildgebenden Kontrolle bis hin zur offenen chirurgischen oder endovaskulären Versorgung (EVAR/TEVAR).

Die Varikosis ist eine chronisch-venöse Erkrankung, bei der es durch eine Klappenschwäche der oberflächlichen Venen zu einem Rückstau des Blutes kommt. Dies führt zu einer Erweiterung und Schlängelung der Venen, häufig begleitet von Schweregefühl, Spannungsgefühlen, Ödemen und nächtlichen Beschwerden. Im Verlauf können Hautveränderungen, Entzündungen (Thrombophlebitiden) und venöse Ulzera entstehen. Die Behandlung basiert auf konservativen Maßnahmen wie Kompression und Bewegungstherapie sowie auf operativen oder endovenösen Verfahren wie Stripping, Laser- oder Radiofrequenzablation.

Die tiefe Venenthrombose ist ein akuter Verschluss einer tiefen Vene durch ein Blutgerinnsel, meist in den unteren Extremitäten. Sie entsteht häufig durch eine Kombination aus verlangsamtem Blutfluss, Gefäßwandschädigung und erhöhter Gerinnungsneigung (Virchow-Trias). Klinisch zeigen sich Schwellung, Schmerzen, Spannungsgefühl und Überwärmung der betroffenen Extremität, wobei die Symptomatik auch subtil sein kann. Die wichtigste akute Gefahr ist die Lungenembolie, die lebensbedrohlich verlaufen kann. Die Therapie besteht in einer sofortigen Antikoagulation, Kompressionstherapie und frühzeitiger Mobilisation.

Arterielle Durchblutungsstörungen der oberen Extremitäten sind im Vergleich zu den unteren Extremitäten deutlich seltener und machen nur einen kleinen Anteil der Gefäßerkrankungen aus. Ursachen sind häufig embolische Verschlüsse, atherosklerotische Läsionen der Armarterien oder seltene entzündliche Gefäßerkrankungen. Klinisch können plötzlich auftretende Schmerzen, Blässe, Kältegefühl sowie Sensibilitäts- oder Motorikstörungen auftreten. Aufgrund der oft ausgeprägten Kollateralversorgung sind die Symptome teilweise weniger ausgeprägt, dennoch besteht bei akuten Verschlüssen ein notfallmäßiger Handlungsbedarf zur Vermeidung von Gewebeschäden und Funktionsverlust. Die Therapie erfolgt je nach Ursache konservativ-antikoagulatorisch, interventionell oder operativ durch Embolektomie oder Rekonstruktion.

Der arteriovenöse Shunt ist der bevorzugte dauerhafte Gefäßzugang für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz und Hämodialysepflicht. Er wird meist am Unterarm oder Oberarm angelegt und stellt eine künstlich geschaffene Verbindung zwischen Arterie und Vene dar, die einen ausreichenden Blutfluss für die Dialyse ermöglicht. Im Verlauf können jedoch verschiedene Komplikationen auftreten, darunter Stenosen, Thrombosen, Aneurysmen oder Infektionen des Shunt-Systems. Diese Veränderungen führen häufig zu einer verminderten Dialysequalität oder zum akuten Shuntverschluss und erfordern eine zeitnahe gefäßmedizinische Intervention. Die Behandlung umfasst endovaskuläre Verfahren wie PTA, chirurgische Revisionen oder in schweren Fällen die Neuanlage eines alternativen Zugangs. Ziel ist stets der langfristige Erhalt eines funktionierenden Dialysezugangs.

Prävention von Gefäßerkrankungen: Was können Sie selbst tun?


Gefäßerkrankungen entstehen häufig schleichend über viele Jahre – umso wichtiger ist eine konsequente Vorbeugung im Alltag. Viele Risikofaktoren lassen sich aktiv beeinflussen und tragen entscheidend dazu bei, die Gesundheit von Arterien und Venen langfristig zu erhalten. 

  • Ein zentraler Baustein ist ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung. Bereits tägliches Gehen, Radfahren oder gezieltes Gefäßtraining verbessert die Durchblutung und stärkt die Gefäßfunktion.

  • Ebenso wichtig ist eine ausgewogene Ernährung mit wenig Zucker, Salz und gesättigten Fetten sowie ein normales Körpergewicht. 

  • Der Verzicht auf Nikotin ist einer der wirksamsten Schutzfaktoren überhaupt, da Rauchen das Risiko für Gefäßverengungen und -verschlüsse deutlich erhöht. Auch die konsequente Kontrolle und Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen spielt eine entscheidende Rolle. 

  • Ergänzend sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Gefäßspezialisten sinnvoll – insbesondere bei familiärer Vorbelastung oder bestehenden Risikofaktoren. So können Gefäßerkrankungen früh erkannt und rechtzeitig behandelt werden, bevor schwerwiegende Komplikationen entstehen.

Fragen + Antworten zur Gefäßmedizin

Ein Aneurysma ist eine krankhafte Erweiterung eines Blutgefäßes, meist der Hauptschlagader (Aorta). Es verursacht in der Regel keine Beschwerden und wird daher häufig zufällig entdeckt. Mit zunehmender Größe steigt jedoch das Risiko eines Einrisses (Ruptur), der lebensbedrohlich sein kann. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen und eine rechtzeitige Therapie entscheidend.

Bei einer Carotisstenose handelt es sich um eine Verengung der Halsschlagader, meist verursacht durch Arteriosklerose. Dadurch kann die Durchblutung des Gehirns beeinträchtigt werden, was das Risiko für einen Schlaganfall deutlich erhöht. Häufig bleibt die Erkrankung lange symptomlos. Warnzeichen können kurzfristige Sehstörungen, Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen sein.

Gefäßerkrankungen betreffen Arterien, Venen und teilweise auch Lymphgefäße. Sie entstehen meist durch Ablagerungen, Funktionsstörungen der Gefäßwände oder Gerinnungsprozesse. Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehören Durchblutungsstörungen der Beine (pAVK), Verengungen der Halsschlagader (Carotisstenose), Krampfadern, Venenthrombosen sowie Erweiterungen der Hauptschlagader (Aneurysmen). Viele dieser Erkrankungen verlaufen lange Zeit unbemerkt, können jedoch unbehandelt zu schwerwiegenden Komplikationen führen.

Die pAVK ist eine Durchblutungsstörung der Beine, die durch Engstellen oder Verschlüsse der Arterien entsteht. Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen beim Gehen, die sich in Ruhe wieder bessern („Schaufensterkrankheit“). Im fortgeschrittenen Stadium können Ruheschmerzen oder schlecht heilende Wunden auftreten. Die Erkrankung ist ein Hinweis auf eine allgemeine Gefäßverkalkung und erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Wichtige Maßnahmen sind der konsequente Verzicht auf Nikotin, regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung sowie die gute Einstellung von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin. Diese Faktoren haben einen wesentlichen Einfluss auf die Gefäßgesundheit und können das Risiko für viele Gefäßerkrankungen deutlich senken.

Krampfadern entstehen durch eine Funktionsstörung der Venenklappen, wodurch es zu einem Blutstau in den Beinen kommt. Typische Beschwerden sind Schweregefühl, Schwellungen und sichtbare, erweiterte Venen. Unbehandelt können Hautveränderungen oder chronische Wunden entstehen. Die Therapie reicht von Kompression über Bewegung bis hin zu modernen minimalinvasiven oder operativen Verfahren

Die tiefe Venenthrombose ist ein akuter Verschluss einer tiefen Vene durch ein Blutgerinnsel, meist im Bein. Symptome sind Schmerzen, Schwellung und Überwärmung. Die größte Gefahr besteht in einer möglichen Lungenembolie. Daher ist eine schnelle Diagnose und sofortige Blutverdünnungstherapie erforderlich.

Die moderne Gefäßmedizin kombiniert konservative, minimalinvasive und operative Verfahren. Dazu gehören Katheterverfahren wie Ballonaufdehnung (PTA), Stentimplantationen sowie Verfahren zur Entfernung oder Behandlung von Verkalkungen (z. B. Atherektomie oder Lithotripsie). Ziel ist immer eine möglichst schonende Wiederherstellung der Durchblutung.

Eine Hybridoperation verbindet klassische offene Chirurgie mit modernen endovaskulären Verfahren in einer gemeinsamen Behandlungssitzung. Dadurch können komplexe Gefäßerkrankungen besonders präzise und gleichzeitig schonend behandelt werden.

Ein Dialyse-Shunt ist ein operativ angelegter Gefäßzugang für die Hämodialyse. Im Verlauf können Engstellen, Thrombosen, Erweiterungen oder Infektionen auftreten. Ziel der Behandlung ist der langfristige Erhalt eines funktionsfähigen Shunts durch interventionelle oder operative Maßnahmen.

Gefäßerkrankungen nehmen unter anderem durch die steigende Lebenserwartung und einen modernen Lebensstil zu. Bewegungsmangel, Rauchen, Übergewicht sowie Bluthochdruck und Diabetes tragen wesentlich zur Entstehung bei. Gleichzeitig werden Erkrankungen heute häufiger erkannt, da die Diagnostik deutlich verbessert ist.

Viele Gefäßerkrankungen verursachen lange keine Beschwerden. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden, bevor es zu schweren Komplikationen wie Schlaganfall, Amputation oder Gefäßruptur kommt.

Eine Vorstellung beim Gefäßspezialisten ist sinnvoll bei Beinschmerzen beim Gehen, schlecht heilenden Wunden, kalten Füßen oder sichtbaren Gefäßveränderungen. Auch bei Schwindel, kurzzeitigen Sehstörungen oder bekannten Gefäßrisikofaktoren wie Diabetes, Rauchen oder Bluthochdruck sollte eine Abklärung erfolgen.

Viele Gefäßerkrankungen sind nicht im klassischen Sinne „heilbar“, aber sehr gut behandelbar. Ziel der Therapie ist es, Beschwerden zu lindern, die Durchblutung zu verbessern und schwerwiegende Komplikationen zu verhindern. Mit moderner Gefäßmedizin lassen sich sehr gute Langzeitergebnisse erzielen.

Nein. Viele Gefäßverengungen werden zunächst konservativ oder medikamentös behandelt. Ein Eingriff ist nur notwendig, wenn Beschwerden bestehen, das Risiko hoch ist oder die Durchblutung kritisch eingeschränkt ist. Die Entscheidung erfolgt individuell nach Befund.

Das hängt von der Lokalisation und dem Schweregrad ab. Während leichte Verengungen oft stabil bleiben, können ausgeprägte Stenosen das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder Durchblutungsverlust der Extremitäten deutlich erhöhen.

Das ist abhängig von der Art der Erkrankung. Akute Verschlüsse (z.B. Thrombose oder akute pAVK) erfordern sofortige Behandlung. Chronische Veränderungen werden dagegen geplant und strukturiert behandelt.

Minimalinvasive Verfahren werden über kleine Einstiche in der Leiste oder am Arm durchgeführt. Mit Kathetern können Gefäße erweitert, Stents eingesetzt oder Verkalkungen behandelt werden – meist ohne große Operation.

Moderne Gefäßeingriffe sind in der Regel sehr sicher. Wie bei jeder Behandlung können jedoch Komplikationen wie Nachblutungen, Gefäßverschlüsse oder seltene Embolien auftreten. Die Risiken werden individuell mit dem Patienten besprochen.

Das hängt vom Verfahren ab. Minimalinvasive Eingriffe ermöglichen oft eine schnelle Mobilisation nach wenigen Tagen. Nach offenen Operationen kann die Erholungszeit mehrere Wochen betragen.

Wichtig sind regelmäßige Bewegung, konsequente Medikamenteneinnahme, Nikotinverzicht und Nachsorgetermine. Diese Maßnahmen sind entscheidend für den langfristigen Erfolg der Behandlung.

Gefäßerkrankungen betreffen den gesamten Körper. Deshalb arbeiten Gefäßchirurgen, Angiologen, Radiologen, Neurologen und Hausärzte eng zusammen, um die beste Therapie für den Patienten zu erreichen.

Eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) entwickelt sich meist schleichend. Frühe Warnzeichen sind Schmerzen in den Beinen beim Gehen, die nach kurzer Pause wieder verschwinden. Weitere Hinweise können kalte Füße, eine verminderte Gehstrecke oder ein verzögertes Abheilen kleiner Verletzungen sein. Da die Erkrankung häufig lange unbemerkt bleibt, ist eine frühzeitige gefäßmedizinische Abklärung besonders wichtig.

Eine Carotisstenose wird kritisch, wenn die Verengung deutlich ausgeprägt ist oder bereits Symptome auftreten. Besonders Warnzeichen wie kurze Sehstörungen, Sprachprobleme oder vorübergehende Lähmungen sind ernst zu nehmen, da sie auf eine erhöhte Schlaganfallgefahr hinweisen. Auch symptomlose hochgradige Stenosen können ein relevantes Risiko darstellen und müssen individuell beurteilt werden.

Die Behandlung eines Aneurysmas hängt vor allem von Größe, Wachstumsgeschwindigkeit und Lokalisation ab. Ab einem bestimmten Durchmesser steigt das Risiko eines Einrisses deutlich an, weshalb dann meist eine operative oder endovaskuläre Versorgung empfohlen wird. Auch schnell wachsende oder symptomatische Aneurysmen erfordern eine zeitnahe Behandlung.

Bei einer Thrombose entsteht ein Blutgerinnsel direkt in einem Blutgefäß, meist in den tiefen Beinvenen. Eine Embolie entsteht, wenn sich ein solches Gerinnsel löst und mit dem Blutstrom in andere Gefäße wandert und diese verschließt, zum Beispiel in der Lunge. Beide Erkrankungen sind potenziell gefährlich und erfordern eine rasche medizinische Behandlung.

Ja, viele Krampfadern können ohne klassische Operation behandelt werden. Grundlage ist meist die Kompressionstherapie, ergänzt durch Bewegung und Venentraining. Moderne minimalinvasive Verfahren wie Radiofrequenz- oder Lasertherapie ermöglichen zudem eine schonende Behandlung ohne große Schnitte.

Durchblutungsstörungen äußern sich je nach betroffener Region unterschiedlich. In den Beinen sind Schmerzen beim Gehen, Kältegefühl oder schlecht heilende Wunden typisch. Im Bereich der Halsschlagadern können Schwindel, Sehstörungen oder neurologische Ausfälle auftreten. Da die Symptome oft schleichend beginnen, bleiben viele Erkrankungen zunächst unentdeckt.

Ja, strukturiertes Gehtraining ist ein zentraler Bestandteil der Therapie der pAVK. Durch regelmäßiges Gehen bis zur Schmerzgrenze wird die Bildung von Umgehungskreisläufen gefördert, wodurch sich die Gehstrecke verbessern kann. Entscheidend ist die konsequente und langfristige Durchführung.

Ein Gefäßnotfall liegt vor bei plötzlichen starken Schmerzen, akuter Blässe oder Kälte eines Beins oder Arms, plötzlichen Lähmungserscheinungen oder Verdacht auf Schlaganfall sowie bei akuter Atemnot nach einer Thrombose. In diesen Fällen muss sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Gefäßvorsorge ermöglicht das frühzeitige Erkennen von Erkrankungen, bevor Symptome auftreten. Insbesondere Risikopatienten profitieren, da Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Amputationen durch rechtzeitige Behandlung oft verhindert werden können.

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