Mehr als jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Vor diesem Hintergrund gewinnt eine qualitätsgesicherte, spezialisierte Versorgung immer mehr an Bedeutung. Wo soll eine Patientin heute eine Brustkrebsbehandlung beginnen? Die Krankenhausplanung NRW gibt eine klare Antwort: dort, wo Spezialisierung, Erfahrung und Strukturqualität zusammenkommen. Das zertifizierte Brustkrebszentrum am Marien Hospital Düsseldorf erfüllt diese Anforderungen seit vielen Jahren. Als fest integrierter Bestandteil der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe bietet es ein vollständiges diagnostisches und therapeutisches Spektrum aus einer Hand.
Chirurgische Präzision als Kernkompetenz
Unter der Leitung von Chefärztin Dr. med. Susanne Findt liegt ein Schwerpunkt auf der operativen Expertise. Durch hohe Fallzahlen, etablierte Strukturen und eine kontinuierliche interdisziplinäre Abstimmung in Tumorkonferenzen gewährleistet das Zentrum eine onkologisch präzise, möglichst organerhaltende Chirurgie. Diese chirurgische Qualität bildet das Fundament für den individuellen Behandlungserfolg.
Durchgängige Versorgungskette – von der Diagnostik bis zur Nachsorge
Die räumliche und organisatorische Bündelung aller beteiligten Fachdisziplinen ist dabei ein entscheidender Qualitätsfaktor: Sie ermöglicht schnelle diagnostische Entscheidungen, vermeidet Informationsverluste und stellt sicher, dass chirurgische, medikamentöse und strahlentherapeutische Schritte exakt aufeinander abgestimmt sind. Gerade bei komplexen onkologischen Verläufen verkürzt diese enge Zusammenarbeit unter einem Dach die Zeit bis zum Therapiebeginn, erhöht die therapeutische Sicherheit und verbessert die Chance, Behandlungspfade individuell und leitliniengerecht auszurichten.
Im Brustkrebszentrum arbeiten Radiologie, Senologie, Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie, Psychoonkologie, Physiotherapie und Sozialdienst eng zusammen. Die Therapieentscheidungen erfolgen in strukturierten interdisziplinären Tumorkonferenzen. Patientinnen profitieren so von einer lückenlosen Versorgungskette, die alle entscheidenden Schritte umfasst:
- Herzschonende Strahlentherapie (DIBH): Die atemgesteuerte Bestrahlungstechnik erhöht den Abstand zwischen Herz und Brustwand und reduziert damit nachweislich das Risiko späterer Herzschäden.
- Strukturierte psychoonkologische Begleitung: Bereits ab der Diagnosestellung unterstützt ein erfahrenes Team Patientinnen emotional und psychisch – ein wesentlicher Faktor für die Therapiebelastung und die langfristige Stabilität.
Einordnung in die Düsseldorfer Versorgungslandschaft
Düsseldorf verfügt über mehrere zertifizierte Brustzentren. Das Brustkrebszentrum des Marien Hospital Düsseldorf ist seit vielen Jahren ein stabiler, spezialisierter Standort innerhalb dieser Versorgungsstruktur und erfüllt kontinuierlich die hohen Qualitätsanforderungen der Zertifizierungsstellen. „Die neue Krankenhausplanung stärkt bewusst diejenigen Einrichtungen, die komplexe onkologische Erkrankungen auf höchstem Niveau behandeln“, so Dr. med. Susanne Findt, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Leiterin des Brustkrebszentrums. „Unser Zentrum vereint langjährige Erfahrung, hohe Spezialisierung und eine durchgängige Versorgungskette. Wir bleiben ein verlässlicher Partner für die Brustkrebsversorgung in der zukünftigen Versorgungslandschaft Düsseldorfs.”
Aktuelle Daten des Statistischen Landesamtes NRW unterstreichen die Bedeutung qualifizierter Strukturen: Düsseldorf verzeichnete 2024 landesweit die niedrigste Sterberate aufgrund von Brustkrebs – mit 15 Sterbefällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Im NRW-Mittel lag die Rate bei 23. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig der Zugang zu spezialisierten Zentren, vernetzten Behandlungswegen und leitliniengerechter Therapie ist – Faktoren, die die neue Krankenhausplanung ausdrücklich stärkt.






























