Das Marien Hospital Düsseldorf hat seine Palliativstation in den vergangenen Jahren gezielt weiterentwickelt und strukturell ausgebaut. Bereits im Zuge des Anbaus West wurde die Kapazität von acht auf zwölf Betten erweitert. Sechs zusätzliche Einzelzimmer entstanden im Neubau, während im Bestandsbereich zwei ehemalige Patientenzimmer in einen multifunktionalen Raum umgewandelt wurden. Parallel wurde der Altbestand nun umfassend modernisiert.
Alle Patientenzimmer wurden dabei vollständig erneuert – einschließlich Böden, Wänden, Türen sowie der gesamten Möblierung und Sanitärbereiche. Ziel der Maßnahmen war nicht nur eine bauliche Verbesserung, sondern eine deutliche Stärkung von Ruhe, Privatsphäre und Aufenthaltsqualität für Patientinnen, Patienten und Angehörige. „Palliativmedizin bedeutet weit mehr als medizinische Behandlung. Es geht um Zeit, Würde und individuelle Begleitung in einer besonders sensiblen Lebensphase“, sagt Dr. Hanna Kubitz, Leiterin der Palliativstation. „Die Rahmenbedingungen tragen wesentlich dazu bei, wie diese Zeit erlebt wird.“
Die Palliativstation verfolgt einen multiprofessionellen Ansatz, bei dem medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Aspekte eng miteinander verbunden sind. Neben der symptomorientierten Behandlung steht insbesondere die individuelle Lebensqualität im Mittelpunkt. Auch Angebote wie Kunst- und Aromatherapie oder tiergestützte Interventionen sind Teil des Versorgungskonzepts. „Wir haben bewusst Entscheidungen getroffen, die konsequent auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten ausgerichtet sind“, sagt Claudia Feldbusch, pflegerische Leiterin der Station. „Dazu gehört auch, Räume so zu gestalten, dass sie Begegnung, Ruhe und Rückzug gleichermaßen ermöglichen.“
Die Entwicklung der Palliativmedizin steht zugleich im Kontext eines wachsenden Versorgungsbedarfs und struktureller Veränderungen im Krankenhauswesen. Mit der Reform der Krankenhausplanung in NRW rücken Spezialisierung und Leistungsgruppen stärker in den Mittelpunkt der Versorgungssystematik. Für Bereiche wie die Palliativmedizin stellt sich damit zunehmend die Frage nach der langfristigen organisatorischen und finanziellen Einbindung in die stationäre Versorgung.
Die Palliativstation im Marien Hospital Düsseldorf besteht seit 20 Jahren. Dieses Jubiläum wird am 4. September 2026 ab 14:30 Uhr mit einem Fest und einem Tag der offenen Tür begangen, bei dem Patientinnen und Patienten, Angehörige, Mitarbeitende sowie Interessierte und Unterstützerinnen und Unterstützer zusammenkommen und herzlich eingeladen sind.
Das Augusta-Krankenhaus Düsseldorf erweitert sein kardiologisches Leistungsspektrum um ein Verfahren zur Behandlung der akuten Lungenarterienembolie:…








































