Starke Menstruationsblutungen – medizinisch als Hypermenorrhoe bezeichnet – betreffen zahlreiche Frauen. Neben erheblichen Einschränkungen im Alltag können sie zu Eisenmangel, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen oder sogar Blutarmut führen. Viele Betroffene leiden über Jahre hinweg unter den Beschwerden, bevor sie medizinische Hilfe suchen.
„Starke Regelblutungen werden häufig als schicksalhaft hingenommen, obwohl wir heute sehr effektive Behandlungsmöglichkeiten anbieten können“, sagt Dr. Susanne Findt, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Senologie am Marien Hospital Düsseldorf. „Mit der Einführung der NovaSure-Methode erweitern wir unser Angebot um ein Verfahren, das vielen Frauen zu deutlich mehr Lebensqualität verhelfen kann – und das bei gleichzeitigem Erhalt der Gebärmutter.“
Bei dem Verfahren wird ein feines Goldnetz über die Scheide in die Gebärmutter eingebracht. Dort entfaltet es sich passgenau an der Gebärmutterschleimhaut. Anschließend wird für rund 90 Sekunden kontrollierte Hochfrequenzenergie abgegeben, die die Schleimhaut verödet. Da die Monatsblutung von dieser Schleimhaut ausgeht, kann die Blutungsstärke nach dem Eingriff deutlich reduziert oder vollständig beendet werden. „Die eigentliche Behandlung dauert nur wenige Minuten und erfolgt in einer kurzen Narkose“, erläutert Oberärztin Dr. Anika Hüser (Foto rechts). „Für geeignete Patientinnen ist dies eine sehr schonende und gleichzeitig äußerst effektive Therapie. Die meisten Frauen können das Krankenhaus noch am selben Tag wieder verlassen und rasch in ihren Alltag zurückkehren.“
Voraussetzung für die Behandlung ist, dass die Familienplanung abgeschlossen ist. Vor dem Eingriff erfolgt eine umfassende gynäkologische Untersuchung, um die Ursachen der Blutungsstörungen abzuklären und die Eignung für das Verfahren individuell zu prüfen. Nicht jede Form von Blutungsstörungen kann mit einer Endometriumablation behandelt werden. Deshalb steht am Anfang stets eine ausführliche Beratung.
„Unser Ziel ist es, Frauen individuell zu begleiten und ihnen die für ihre Lebenssituation beste Therapie anzubieten“, betont Dr. Hüser. „Wo immer möglich, setzen wir auf minimalinvasive und organerhaltende Verfahren.“
Interessierte Patientinnen können sich in der gynäkologischen Sprechstunde des Marien Hospital Düsseldorf über die neue Behandlungsmethode beraten lassen.













































